Persönlichkeitsbildung

Persönlichkeitsbildung und Theater

Die tertiären Bildungsgänge, auf die Fachmittelschulen in erster Linie vorbereiten, stellen hohe Anforderungen an die Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsentwicklung. Im kantonalen Lehrplan sind die Sozial- und die Selbstkompetenz als Schlüsselqualifikationen aufgeführt

Darunter versteht man folgende Kompetenzen:

selbstständiges Beurteilen und Handeln, konzentriertes Arbeiten, Entwickeln der Leistungsfähigkeit,

Arbeiten im Team, Diskussionsbereitschaft, konstruktive Einstellung, Respekt, Rücksichtnahme,

Bereitschaft zur Evaluation und Selbstreflexion, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Aushalten von Belastungen,

Probleme anderer einbeziehen und verstehen, Verantwortung für sich und andere übernehmen, Fähigkeit zur  Abgrenzung.

Zur Stärkung der Sozial- und Selbstkompetenz eignen sich selbstständige Arbeiten, kooperative Lernformen, Projektarbeit, Praktika, Vorbereitung und Durchführung von Schulanlässen, Reflexion des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens durch Selbst- und Fremdbeurteilung und Beurteilungsgespräche.

Alle Fachbereiche der FMS tragen zur Förderung dieser Kernkompetenzen bei.

An der FMS Thun nimmt das Fach Theater eine zentrale Stellung im Bereich Persönlichkeitsbildung ein. Denn die durch das Theaterspiel erworbenen Sach-kompetenzen sind gleichzeitig auch Selbst- und Sozialkompetenzen:

Selbstkompetenzen: Selbstwahrnehmung (körperlich und sprachlich), - steuerung, - bewusstsein, - sicherheit, reflexives Denken, Kreativität, Spontaneität, Empathie usw.

Sozialkompetenzen: Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, Toleranz, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kritikfähigkeit usw.

 

Diese Kompetenzen werden via Übungen und spielerische Auftrittsformen im Unterricht ins Zentrum gerückt, trainiert und reflektiert. In einem zweiten Schritt werden drei Theaterproduktionen erarbeitet, die öffentlicheren Charakter haben (Projekt Elternabend, Projekt Deutsch, Projekt Französisch).

Die drei Theaterproduktionen werden inhaltlich so konzipiert, dass die S. zwischen Thema und eigener Person eine Verbindung herstellen und in selber erarbeiteten Szenen ihre persönlichen Gedanken, Meinungen und Fragen auf die Bühne bringen / öffentlich machen können.

Anstelle der Beurteilung durch Benotung wird mit Selbstbeurteilungen, Feedback-gesprächen und mit öffentlichen Vorstellungen gearbeitet.